Vitalität & Waldgesundheit · Wissen und Praxis

FORSAID: Fallen, Drohnen und KI überwachen Forstschädlinge in der EU

Kurz gesagt

Das EU-Projekt FORSAID unter Leitung der Universität Padua kombiniert Insektenfallen mit Bildübertragung, Deep Learning, DNA-Barcoding und Drohnensensoren, um Forstschädlinge früh zu erkennen.

Makroaufnahme eines Buchdruckers (Ips typographus)

Symbolbild (Buchdrucker, zeigt nicht das Projekt) · Foto: Gilles San Martin · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

WALDGESUNDHEIT · SCHÄDLINGE · EUROPA

Steckbrief

Initiator
Universität Padua (Koordination) mit 15 Partnerorganisationen aus Europa, darunter Forschung und Forstfachleute aus Frankreich, Deutschland, Portugal, Schweden, Dänemark, Slowenien und Bulgarien; die Schweizer WSL beteiligt sich ohne EU-Förderung
Anwendungsbereich
Vitalität & Waldgesundheit
Technologie
Vernetzte Insektenfallen mit Bildübertragung, Deep Learning zur Bildanalyse, Robotik mit DNA-Barcoding, Drohnensensoren, Fernerkundung mit KI- und ML-Modellen
Reifegrad
Forschung (Laufzeit 1. September 2024 bis 29. Februar 2028)
Region
DACH-Raum und weitere EU-Länder
Datenbasis
Fallenbilder, Drohnenmessungen, Fernerkundungsdaten, Erbgut-Analysen
Verfügbarkeit
EU-Forschungsprojekt, vollständig EU-finanziert (rund 5 Millionen Euro)

Neue Schädlinge reisen mit Holz und Waren, und der Klimawandel verschiebt ihre Lebensräume. Wer sie früh findet, kann sie noch eindämmen. FORSAID baut dafür eine europäische Überwachungskette.

Die Herausforderung

Die klassische Überwachung beruht auf Fallen, die Fachleute regelmäßig leeren und auswerten. Das ist aufwendig, und es dauert, bis ein Befund vorliegt. Zudem ist zu unterscheiden, ob Bäume durch Schädlinge oder durch Trockenheit gestresst sind.

Funktionsweise

Insektenfallen übertragen Bilder aus der Ferne, Deep Learning wertet sie automatisch aus. Eine Robotik-Lösung identifiziert Arten per DNA-Barcoding. Drohnensensoren erfassen Pflanzengesundheit über physiologische Messwerte, und Fernerkundung mit KI- und ML-Modellen soll biotischen von abiotischem Stress unterscheiden.

Konkreter Nutzen für die Praxis

Gelingt das Zusammenspiel, erhalten Forstdienste Warnungen früher und mit weniger Handarbeit. Das Vorhaben führt die Technologien zu einer gemeinsamen Überwachung zusammen, die für die gesamte EU gedacht ist.

Grenzen und Herausforderungen

Das Projekt läuft noch bis Anfang 2028, Ergebnisse zur Leistungsfähigkeit liegen laut Projektseite noch nicht vor. Wie gut sich die Technik im alpinen Gelände bewährt, ist offen.

Ansprechpartner und weiterführende Links

Koordination: Università degli Studi di Padova.

Quellen: CORDIS: FORSAID, Forest surveillance with artificial intelligence and digital technologies · EU CAP Network: FORSAID

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