Symbolbild (zeigt nicht das Projekt): Laubwald im Kanton Zürich · Foto: Matias Senger / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
BIODIVERSITÄT · BIOAKUSTIK · DEUTSCHLAND
Steckbrief
- Initiator
- Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
- Anwendungsbereich
- Biodiversität & Ökosysteme
- Technologie
- Autonome Audiorekorder, Computermodelle zur Erkennung artspezifischer Rufe
- Reifegrad
- Forschung (Pilotstudie, Stand 2023)
- Region
- DACH-Raum (Baden-Württemberg, Gebiete bei Karlsruhe und im Taubergrund)
- Datenbasis
- Tonaufnahmen nach voreingestelltem Zeitplan, über Wochen und Monate
- Verfügbarkeit
- Forschung; kein fertiges Produkt
Rekorder im Wald hören auch dort zu, wo kein Mensch gerade kartiert.
Die Herausforderung
Nachtaktive und heimliche Arten wie die Waldschnepfe sind schwer zu zählen. Menschliche Kartierung ist zeitlich begrenzt und aufwendig.
KI-Einsatz und Funktionsweise
Taschengroße digitale Rekorder nehmen nach Zeitplan auf und arbeiten wochenlang ohne Personal vor Ort. Computermodelle durchsuchen die Aufnahmen nach Rufen einzelner Arten. Der Artikel nennt als Beispiel die Unterscheidung optisch ähnlicher Vogelarten anhand ihres Gesangs.
Konkreter Nutzen für die Praxis
Die FVA untersucht, ob sich so Bestände der Waldschnepfe überwachen lassen. Dauerhafte Aufnahmen können Beobachtungslücken schließen.
Grenzen und Herausforderungen
Die Methode erfasst nur lautgebende Arten. Vor einem großflächigen Einsatz ist laut Quelle noch erhebliche Vorarbeit nötig. Es braucht verlässliche automatische Auswertung sowie Hard- und Software für große Datenmengen.
Ansprechpartner und weiterführende Links
FVA Baden-Württemberg, Autor des Beitrags: Philip Holderried.
Quelle: waldwissen.net: Bioakustisches Monitoring