Schutzwald & Steillage · Vitalität & Waldgesundheit · Wissen und Praxis

earlyBEETLE: Borkenkäfer im Bündner Schutzwald früh erkennen

Kurz gesagt

Das SLF untersucht gemeinsam mit dem Kanton Graubünden, mit welchen Fernerkundungsindizes sich Borkenkäferbefall in Bergfichtenwäldern früh erkennen lässt.

Fraßgänge des Buchdruckers unter Fichtenrinde

Symbolbild (zeigt nicht das Projekt): Fraßgänge des Buchdruckers unter Fichtenrinde · Foto: Tõnu Pani / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

VITALITÄT · BORKENKÄFER · SCHWEIZ

Steckbrief

Initiator
WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden (Teil des Alpenraumprojekts MOSAIC)
Anwendungsbereich
Vitalität & Waldgesundheit, Schutzwald
Technologie
Fernerkundung (Satellitenbilder, Indizes); ob und welche KI-Verfahren zum Einsatz kommen, nennt die Projektseite nicht
Reifegrad
Forschung (Laufzeit 2022 bis 2025)
Region
DACH-Raum, Alpin / Hochgebirge (Kanton Graubünden)
Datenbasis
Fernerkundungsdaten, Jahrringdaten, Satellitenbilder für Rückblicke, eigene Befallsdatenbank
Verfügbarkeit
Forschungsprojekt; Ergebnisse als Praxisstrategie und webGIS-Atlas vorgesehen

earlyBEETLE klärt, welche Fernerkundungsmerkmale Borkenkäferbefall im Gebirge früh anzeigen.

Die Herausforderung

Im Bergwald ist die Suche nach befallenen Fichten aufwendig, und Schutzwälder dürfen ihre Schutzwirkung nicht verlieren. Frühe Erkennung hilft, Maßnahmen rechtzeitig zu priorisieren.

Funktionsweise

Das Projekt prüft verschiedene Fernerkundungstechniken auf geeignete Indizes zur Befallserkennung in Bergfichtenwäldern. Dazu entsteht eine Datenbank für ein dauerhaftes Monitoring. Jahrring- und Satellitendaten werden rückblickend ausgewertet, um Einflussfaktoren auf Befall zu erkennen.

Konkreter Nutzen für die Praxis

Vorgesehen sind eine Strategie für die Praxis, ein webGIS-Atlas mit Klimaprojektionen für 2050 bis 2100 und Plattformen zur Naturgefahrenmodellierung im Rahmen von MOSAIC.

Grenzen und Herausforderungen

Die Projektseite nennt weder Zwischenergebnisse noch Genauigkeiten oder Einschränkungen. Der Bezug zu KI ist dort nicht belegt. Ergebnisse nach Projektende 2025 sind zu prüfen.

Ansprechpartner und weiterführende Links

WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF; Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden.

Quelle: SLF: Bark beetle infestation in protective forests

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