Biodiversität & Ökosysteme · Wissen und Praxis

Testpflanzungen: Welche Bäume wachsen im Klima von morgen?

Kurz gesagt

Auf 56 Flächen in der Schweiz, davon mehrere in Graubünden, testen WSL und BAFU 18 Baumarten – begleitet von Klimastationen und regelmäßigen Inventuren.

Lärchen- und Zirbenwald im Val Morteratsch, Graubünden

Foto: Ximonic (Simo Räsänen) · Bildquelle · CC BY-SA 4.0

KLIMAFITTER BERGWALD · GRAUBÜNDEN / SCHWEIZ

Steckbrief

Initiator
WSL und Bundesamt für Umwelt (BAFU)
Anwendungsbereich
Biodiversität & Ökosysteme (klimafitter Umbau)
Technologie
Automatische Klimastationen, Bodenfeuchte-Messung, Inventuren
Reifegrad
Forschung (seit 2017, Beobachtung bis 2038 und darüber hinaus)
Region
DACH-Raum, Alpin / Hochgebirge
Datenbasis
56 Flächen, 18 Baumarten, über 55.000 Pflanzen
Verfügbarkeit
Forschungsprojekt mit Praxispartnern

Bäume, die heute gepflanzt werden, müssen in 30 bis 50 Jahren mit einem anderen Klima zurechtkommen. Genau diese Frage untersucht das Projekt „Testpflanzungen zukunftsfähiger Baumarten“ der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL gemeinsam mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU).

56 Flächen, über 55.000 Bäumchen

Auf 56 Testflächen in der ganzen Schweiz wachsen über 55.000 junge Bäume aus 18 Arten. Je Baumart kommen sieben Herkünfte zum Einsatz, auf jeder Fläche werden vier davon getestet. Graubünden ist mit mehreren Flächen vertreten, unter anderem im Safiental, im Val Müstair, im Bergell, in Valsot und Samedan.

Messen statt vermuten

Jede Fläche hat eine automatische Klimastation, die lokales Klima und Bodenfeuchte aufzeichnet. Regelmäßige Inventuren erfassen Mortalität, Vitalität und Wachstum. Die Beobachtung ist bis 2038 und darüber hinaus angelegt. Kantonale Forstdienste, Forstbetriebe und Baumschulen wirken mit – ein Beispiel für langfristige, datengestützte Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis.

Quelle: WSL: Testpflanzungen zukunftsfähiger Baumarten

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