Inventur & Bewirtschaftung · Wissen und Praxis

Jedes Jahr ein neues Höhenmodell: Sentinel-2 und Deep Learning

Kurz gesagt

Die WSL leitet aus Sentinel-2-Bildern mit einem neuronalen Netz jährliche Vegetationshöhenmodelle für die Schweiz ab – mit Blick auf den ganzen Alpenbogen.

Satellitenbild der Walliser Alpen

Bild: European Space Agency · Bildquelle

FERNERKUNDUNG · KI · SCHWEIZ

Steckbrief

Initiator
Eidgenössische Forschungsanstalt WSL
Anwendungsbereich
Inventur & Bewirtschaftung
Technologie
Convolutional Neural Network auf Sentinel-2-Bildern
Reifegrad
Forschung (2021 bis 2025)
Region
DACH-Raum, Alpin / Hochgebirge (Schweiz, Ausweitung auf den Alpenbogen angestrebt)
Datenbasis
Sentinel-2, 10-Meter-Raster, jährlich
Verfügbarkeit
Forschungsprojekt, Copernicus-Daten frei verfügbar

Vegetationshöhenmodelle aus Luftbildern sind sehr genau, werden aber meist nur alle paar Jahre neu erstellt. Für Störungsanalysen oder das Monitoring von Extremstandorten ist das oft zu selten. Die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL hat deshalb untersucht, wie sich jährliche Höhenmodelle aus Satellitendaten ableiten lassen.

Ein neuronales Netz schätzt die Höhe

Das Projekt nutzt optische Aufnahmen der Copernicus-Mission Sentinel-2 und ein Convolutional Neural Network (CNN). Das Ergebnis sind Vegetationshöhenmodelle mit 10 Metern Auflösung – gröber als Luftbilder mit rund 0,5 Metern, dafür jedes Jahr flächendeckend verfügbar.

Das Projekt lief von 2021 bis 2025; rückwirkend sollen Modelle bis 2017 entstehen. Mittelfristig ist eine Ausweitung auf den gesamten Alpenbogen angestrebt.

Warum das für den Alpenraum relevant ist

Einheitliche, jährlich aktualisierte Höhendaten über Landesgrenzen hinweg wären eine wertvolle Grundlage für grenzüberschreitende Auswertungen – etwa zur Entwicklung des Schutzwalds oder nach großen Störungsereignissen.

Quelle: WSL: Sentinel-2 Vegetationshöhenmodelle

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